Bayern souverän - Stillstand im Keller - BVB harmlos
Guardiola ist stolz
Vor der Partie zwischen Bremen und Bayern war auf verbaler Ebene viel Bohei veranstaltet worden, als es dann losgehen sollte, ging es um ganz irdische Dinge. Das Tornetz hatte ein Loch und musste schnell geflickt werden. Mit fünf Minuten Verspätung wurde angepfiffen und die Bayern, ohne Neuer (Verschnaufpause), Ribery (Stauchung im Sprunggelenk) und Robben (eingeklemmter Nerv) wurden ihrer Favoritenrolle schnell gerecht. Einen Kopfball von Lewandowski entschärfte Keeper Wolf noch, auch gegen Müller stand er seinen Mann, wenig später war er aber machtlos. Erst musste er einen herrlichen Schlenzer von Müller passieren lassen, dann zirkelte Alaba kurz vor der Pause einen Freistoß ins Netz. Nach dem Wechsel wurde es hitzig. Rudelbildung, Elfmeterdiskussionen (Boateng zog Prödl am Trikot), ein nicht gegebenes Tor - alles inklusive. Ein Doppelpack von Lewandowski sorgte in der Schlussphase aber schnell wieder für klare Verhältnisse und den letztlich ungefährdeten 4:0-Erfolg. Lahm sorgte mit seinem Comeback für einen gelungenen Nachmittag aus Sicht der Bayern. Diskussionen wird es aber geben, Stoff lieferte die Partie genug. Derweil zeigte sich Guardiola gerührt von seinem Team: "Heute war so ein Tag, wo ich stolz war, Trainer dieser Mannschaft zu sein."Wellenreuther patzt - Matip rettet Punkt
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Koo macht den Sack zu
Mainz zeigte in Augsburg einen engagierten Auftritt und ging vor der Pause auch durch Okazaki in Führung. Der Japaner scheint seine Torkrise endgültig überwunden zu haben und erzielte seinen zehnten Saisontreffer per platziertem Dropkick. Der FC Augsburg rannte nach dem Rückstand meist planlos an, stellte die Rheinhessen damit nicht wirklich vor große Schwierigkeiten. Koo entschied kurz vor dem Ende die Partie, bescherte den Mainzern den zweiten Auswärtssieg und beendete damit auch die schlimmsten Abstiegssorgen. Die Augsburger mussten derweil ihre dritte Heimniederlage hinnehmen.Drobny fliegt und der HSV verliert
Die Partie in Hoffenheim war für den Hamburger SV eigentlich schon nach 20 Minuten gelaufen. Nach einer Notbremse flog Keeper Drobny vom Platz. Beim fälligen Elfmeter war der eingewechselte Adler zwar dran, konnte Polanskis Schuss aber nicht abwehren - 0:1. Die Kraichgauer kontrollierten fortan das Geschehen und ließen in Überzahl kaum Offensivaktionen der Gäste zu. Die beste Möglichkeit hatte Cleber als er nach einer Ecke zum Kopfball kam, aber an Keeper Baumann scheiterte. Als Polanski in der Schlussphase auf 2:0 erhöhte, war der Widerstand aus Hamburg gebrochen und Rudy durfte sogar noch einen dritten Treffer für Hoffenheim hinterherschieben. Während der HSV im Abstiegskampf feststeckt, schnuppert Hoffenheim wieder an einem internationalen Startplatz.Valdez meldet sich zurück - SCP "wie ein Absteiger"
Nach Kreuzbandriss wieder mittendrin: Nelson Valdez.
© Getty Images
FC bleibt ein unangenehmer Gast
Borussia Dortmund kam am Samstagabend gegen Köln nicht über ein torloses Remis hinaus, bleibt zwar im sechsten Spiel in Serie ohne Niederlage, wird in seiner Aufholjagd aber dennoch ausgebremst. Der FC erwies einmal mehr als unbequemer Gast. Die Partie nahm zunächst einen flotten Beginn. Deyverson und Ujah hatten für die Rheinländer gleich zwei gute Chancen, scheiterten aber an Weidenfeller. Auf der anderen Seite köpfte Subotic nur knapp drüber. Der BVB war um Kontrolle bemüht, hatte auch rund 70 Prozent Ballbesitz, fand gegen konzentrierte und mutige Kölner aber nicht die Lücke. Die Marschroute der Gäste ging völlig auf, gleichzeitig blieben sie mit Kontern gefährlich. Einzig dem zu laschen Abschluss von Deyverson war es geschuldet, dass der FC nach dem Wechsel nicht in Führung ging. Horn hatte lange einen ruhigen Abend, war dann aber mit einem tollen Reflex zur Stelle, als er einen abgefälschten Reus-Schuss parierte (66.). In der Folge nahm der Druck allmählich zu. Hummels rutschte der Ball auf Vorlage von Reus über den Scheitel. Am Ende hielten die Kölner aber stand und verdienten sich den Punkt redlich, ihr bereits siebtes 0:0 in dieser Spielzeit.VfL-Favoritenstatus gegen SCF und 96
15 Pflichtspiele hatte Wolfsburg nicht verloren, ehe es den VfL beim 0:1 in Augsburg mal wieder erwischte. Große Auswirkungen nach hinten blieben aus, komfortabel (11 Punkte) ist der Vorsprung der Niedersachsen auf Platz vier. Dass dies auch zumindest so bleibt, dafür soll am Sonntag (15.30 Uhr) ein Erfolg gegen die Gäste aus Freiburg sorgen. Auch ohne Naldo (5. Gelbe Karte) ist das Hecking-Team klarer Favorit. Dass es ausgerechnet dem angriffsschwachen Vorletzten aus dem Breisgau (24 Tore/schon zehnmal ohne Treffer) gelingen wird, die Heimserie der "Wölfe" zu knacken (10/2/0), käme einer großen Überraschung gleich.Auch das zweite Sonntagsspiel hat mit Gladbach einen mehr oder weniger klaren Favoriten, die Borussia empfängt Besuch aus Hannover (17.30 Uhr). Während der VfL seine Ziele auch in der Rückrunde beharrlich verfolgt und sich als derzeitiger Dritter im Rennen um einen Champions-League-Startplatz aussichtsreich positioniert hat, trudelt 96 seit der Winterpause langsam aber sicher der Abstiegszone entgegen. Drei Unentschieden stehen vier Niederlagen gegenüber, die Aussichten auf einen internationalen Startplatz tendieren gegen Null. Dies könnte ein Faktor sein, dass sich Kapitän Stindl, der Gelb-Rot-gesperrt nicht dabei sein kann und eine Ausstiegsklausel hat, einen neuen Verein suchen wird. Ob im Borussia-Park ein Treffen mit Max Eberl stattfindet? Denn die Nase vorn im Rennen um den Offensivspieler hat nach kicker-Informationen derzeit Gladbach.
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